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Mit obigem Spruch wird jede Folge unser beider Lieblings TV Serie eröffnet. Und ehe jemand pönend die Augenbraue hochzieht: Die Serie ist wirklich gut gemacht und sehenswert. Selbst wenn man per se Arztserien eher zum abschalten findet. Oder in meinem Fall: fand.

Eigentlich kommt der Spruch hier nur rein, weil es wieder mal was zusammenzufassen gilt. Nämlich: Was bisher geschah. Also: seit 21. Oktober. Bis heute, 11. November.

Zunächst mal: Ja, wir waren floaten. Am Freitag, den 23. Oktober 2009. Und mei, war das schee. Sich im Wasser frei dümpeln zu lassen fand ich schon als Kind spitze, und diese Erfahrung wurde ja dieses Jahr schon einmal auf die Spitze getrieben, indem ich (endlich) das richtige Schnorcheln kennenlernte. Großartig was zu sehen gab es Unterwasser beim Floaten natürlich nicht – ich hätte von dem hochgradig salzigen Wasser auch nix in die Augen bekommen mögen – dafür war es aber einfach herrlich, in der geschlossenen Muschel des Spa zu schweben, der einlullenden Musik zu lauschen und dem Funkeln glitzernder Sternenlichtlein im Deckelhimmel zuzusehen.

Nach zelebriertem Schwebezustand revanchierte ich mich sogleich bei meiner Liebsten, indem wir ins unweit gelegene Brecht’s am Schiffbauerdamm gingen, um … irgendwas Leckeres zu schnabulieren. Äh. Was war es doch gleich? Ich hatte irgendwas Rehiges, Jutta etwas Karpfiges. Genau. Und Kaiserschmarrn.

Am Samstag folgte dann erstmal Kamikazekaufen und Kamikazeräumen in der Wohnung, nachdem Jutta ja den ganzen Freitagstag über schon Kamikazekochen, Kamikazebacken und Kamikazezubereiten vollführt hatte. Wir hatten zum „GEBURTStag der offenen WOHNUNGStür“ geladen, und zwar mit Rücksicht auf denjenigen Kreis von Menschen, zu dem wir selbst ab nächstem Jahr gehören wollen, bereits kinderfreundlich ab 15 Uhr startend. Mit ohne Ende.

Wir waren pünktlich fertig, die Gäste – darunter auch Mütter mit und ohne Schwieger – pünktlich bereit zu Feiern, und weil die Gäste sich in mehreren Schichten ablösten, wir aber die Schicht voll durchzufeiern hatten, war ich am Ende der Schicht konsequenter Weise just das. Man möge es mir verzeihen und dem zu später Stunde beginnenden Cocktailmixing zuschreiben.

Die Bude jedenfalls war brechend voll – nein, das Wortspiel spar ich mir – und alle hatten ihren Spaß, beginnend bei Kaffee und Kuchen vor Bilderslideshow über Guitar Hero und Singstar Exzesse bis hin zu intensivst geführten Unterhaltungen wahlweise mit oder ohne Sinn.

Was den weiteren Verlauf angeht:

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Am folgenden Donnerstag traf ich mich mit Ebenfalls-Oktobergeburtstagskind Sonja nebst Gatten und Gattin (ihrem und meiner) in der Garage. Klingt oll, ist aber ein Weinlokal mit sehr gutem Essen (Matjes rule!) und es war ein sehr netter Abend.

Das Wochenende verbrachten Jutta und ich in Vollrelaxation in Kladow – das heißt: wir hätten es in Totalentspannung verbracht, wenn Jutta keinen Rückfall ihrer Erkältung bekommen hätte (oder vielleicht war es auch schon eine neue Erkältung, man weiß es nicht). In der Folge hat sich Jutta dann förmlich zwangskrankschreiben lassen (ja, sie gehört zu denjenigen die man dazu prügeln muss zu Hause zu bleiben) – erst just heute ist sie soweit genesen, dass man sie (gerade so eben) wieder auf Menschheit und Arbeitswelt loslassen kann.

Weitere Dinge, die dringend der elektronischen Nachwelt zu hinterlassen oder dem seelenlosen Meer der Freizeitstalker mitzuteilen wären, gibt es an dieser Stelle nicht.

Nur soviel: Sich fortgesetzt den Östrogennebeln einer Schwangeren auszusetzen hat ganz definitiv erhebliche Auswirkungen auf das eigene männliche Befinden. Beide sind wir aktuell sehr nähebedürftig, und unsere Vorstellung eines perfekten Abends nähert sich gefährlich dem gedanklichen Leitbild von Weihnachtspostkarten aus den Fünfziger Jahren – mit dem einzigen Unterschied, dass nicht die treusorgende Ehefrau es ist, die „Papa“ Schlappen und Pfeife bringt, sondern der nicht minder treusorgende Ehemann die Mama mit was auch immer sich gerade am anderen Ende der Wohnung befindet versorgt. Und das aber mit dem gleichen debil-zufriedenen Grinsen im Gesicht.

Hach, jaaa…

 

… ich jeden Taaag Gebuurtstag maaag. Ich komm noch öfter auf die Wäääält weil mir das Feiern sooo gefäääällt.

So sang schon Pumuckl, und recht hat er! Für mich war es gestern wieder mal soweit, dass ich eine volle Runde – Nummer 38 – auf dem Erde-Karussell gedreht habe. Und was für eine Runde das war! Im letzten Jahr hat sich so viel geändert, und nächstes Jahr wird es wohl noch einiges mehr werden. Darauf, jedenfalls, wiesen mich fleißig all jene hin, die mir prophezeiten dass mein Geburtstag ab nächstem Jahr ja bestenfalls eine Randnotiz und Nebensache sein werde.

Das glaube ich zwar nun nicht, aber prinzipiell finde ich es durchaus nicht erschreckend, mir vorzustellen, dass es da wichtigere Sachen auf Erden als meine Runde Nr. 39, 40, 41 … geben könnte. Ab einer gewissen Geburtstags-Zahl nimmt die exakte Bedeutung wie mir scheint eh immer mehr ab. Was nicht heißen muss, dass dieser Anlass, es krachen zu lassen, nicht willkommen wäre.

Ungewöhnlich war dieser Geburtstag schon deshal, da mein erstes Geburtstagsgeschenk in einer unerwarteten Übernahme der abendlichen Rechnung bestand, und das seitens eines Freundes, den ich just am Montag Abend das erste Mal seit … öh … 2001(?) wiedergesehen habe. Der Kontakt war quasi eine indirekte Folge von Shanes Besuch vor einigen Wochen, und wie man sich also denken kann ging es „Vampirgedöns“. Rollenspieler, nämlich, sind auch nicht anders als Kaninchenzüchter und andere Vereinsmeier, was sagen soll dass auch sie sich wegen Nichts bis aufs Messer bekriegen, belügen und hintergehen können.

Mein Montagsmeeting war denn auch eine Weile ein enger Kollege im Organisationsstab des damaligen gemeinsamen Hobbies, wechselte aber in eine „verfehdete“ Gruppe Kaninchenzüchter über, da deren Spielstyle mehr seiner Natur und Neigung entsprach. DIREKT hatten wir keinen Zoff gegeneinander, aber die bewegten Zeiten damals kombiniert mit jener Form der Geistesschwachheit, die man gemeinhin als „Jugend“ bezeichnet, schafften es trotzdem dass wir über Jahre kein Wort mehr miteinander wechselten, wie sich überhaupt all die Splittergrüppchen gegenseitig eifrigst ignorierten.

Das Treffen jedenfalls war grandios: Es gibt nicht allzu viele Leute in meinem direkten Umfeld – und damit meine ich: außerhalb von Facebook, Twitter und Co. – mit denen ich über „den ganzen alten Scheiß“ klönen könnte. Mit AE ging das ganz ausgezeichnet, man erfuhr – ähnlich einem Klassentreffen – was aus diesem oder jenem geworden ist – im Spiel, im Job, im Privaten – war von einigen Dingen überrascht und sah sich an anderer Stelle exakt in den Erwartungen bestätigt, lachte viel, klärte manches Missverständnis auf und hatte kurz gesagt einfach nen netten Abend miteinander.

Tja, und am Ende desselben – Mitternacht war durch, ergo der Geburtstag da – übernahm er dann die Rechnung und wir verabschiedeten uns.

Oben in der Wohnung angekommen wurde dann der Geburtstag nahtlos weitergefeiert, indem mir meine Überraschung für Freitag enthüllt wurde: Jutta und ich werden also in einem Spa in Salzwasser floaten, und ich darf wieder überrascht sein wie gut Jutta im Laufe eines Jahres auf jeden kleinen Hinweis oder nebenher erwähnten Wunsch achtet. Anschließend werden wir am Schiffbauerdamm was essen gehen.

Geburtstagsmorgens war es dann – ebenfalls unerwartet – die Schwiegermutter, die mir zuallererst gratulierte. Davon hab ich auch noch nie gehört. Ferner harrten bereits seit Tagen Päckchen von T+S, die eiligst geöffnet und mit etwas Befremden begutachtet wurden (Befremden deshalb, da sich Buch und DVD soweit per Klappentext erkennbar mit dem Schicksal von Toten, Freudlosen, Alten oder an unheilbarem Siechtum Leidenden beschäftigten – was will man mir damit sagen? *g*).

Im Laufe des Tages meldete sich dann die gefühlte westliche Hemisphäre mit Glückwünschen, zweifellos eine Folge der modernen Vollvernetzung, in der man zwar immer mehr Menschen gratulieren, dafür immer weniger Menschen etwas schenken muss.

Abends dann folgte die immer heiß ersehnte Fahrt nach Kladow, um das wirklich nur einmal im Jahr auf den Tisch gebrachte Geburtstagsessen – Burgunderbraten – zu genießen. Dabei sahen Jutta und ich dann auch unseren kuhgefleckten Aushilfs-Wookie (gemeint ist unser ins mütterliche Exil verbannte Kater Chewie) wieder, der uns aber keiner weiteren Beachtung für wert befand.

Gesättigt und dann mit Frankfurter Kranz gemästet sowie bepackt mit einem Rundumpaket hochwillkommener Überlebensausrüstung für Herbst und Winter machten wir uns auf den Heimweg, um daheim angekommen mehr oder weniger sofort in die Kissen zu sinken.

Oh, what a Day!

Was im übrigen das eben grausam unterschlagene letzte Wochenende angeht, war Jutta krank und wir mussten ein für Freitag angedachtes Spiel absagen, um uns stattdessen mit DVDs vollzudröhnen (Himmel und Huhn, Ghetto Gangs 2, Illuminati und Wolverine, wenngleich in anderer Reihenfolge). Einen faulen Samstagtag später machte ich mich dann Samstagabends alleine ins schröckliche Reich der Nacht und der Vampire auf – es fand eine Art Gerichtssitzung der Blutsauger statt (was man eben so als Hobby macht) – um erst nach drei Uhr nachts heimzukehren.

Sonntag war ich denn entsprechend gerädert, wir sahen zu, dass wir uns entspannten, was angesichts von Juttas Lachattacken bei dem weitgehend unbekannten, dabei aber höchst empfehlenswerten Film „Noises Off“ (u.a. mit Christopher Reeve, Michael Caine und John Ritter) fast tödlich ausgegangen wäre *g*

Jetzt ist Mittwoch, und in wenigen Augenblicken treffen ein paar Spielwütige ein, um mit einem altersschwachen Raumschiff in die unendliche Freiheit des Weltalls aufzubrechen. Oder auf der Startrampe zu explodieren. Mal sehen.

Wow.

Ich meine: WOW.

Endlich ist es geschafft: Ich hab alles nachgearbeitet, was es nachzuarbeiten gab. Und bin erstmals seit –äh– der Hochzeit im „Hier und Jetzt“ angekommen. Schreibe sozusagen erstmals so, wie ein Blog gedacht ist: LIVE. NOW. WOW.

Das Rabennest vor Ankunft des Nachwuchses. Die Idee, das Wohnzimmer rot zu streichen, hatte der Rabenvater noch ehe er die Rabenmutter kennenlernte, von einem "Roten Salon" in einem Kurklinikum. Auch wichtig: Die Bilder an der Wand sind selbstgemacht, und der schwarze Kasten unterm TV ist die heißgeliebte PS3 (im Bild mit Guitar Hero USB-Link)

Was ich beim Nachtragen vergessen habe zu erwähnen: Am 23. August hatten Jutta und ich „Vierteljährigen Hochzeitstag“, und da wir schon immer lieber zu oft als zu selten derartige Events gefeiert haben, taten wir das auch dieses Mal.

Zunächst einmal suchten wir den „Ort, wo es begann“ auf. Will meinen: Wir fuhren in Richtung Charlottenburger Schloss, und dort im Umfeld genauer gesagt zum ominösen „Tunnel-Eck“, das wir auf unserer unfreiwilligen Nachtwanderung ja passiert hatten. An sich hatten wir vorgehabt, mindestens etwas zu trinken dort, aber die Kneipe sah bei Licht besehen noch seltsamer aus als nachts, also gingen wir nur des Andenkens halber durch den Tunnel, um bald darauf umzukehren und zum Schloss weiterzufahren.

Dort gingen wir ins Luisenbräu, schnabulierten was Leckeres, und ich verköstigte eine Kollektion des dort gebrauten Hausbieres (eine nette Idee: man erhält 5 Mini-Gläschen der verschiedenen Biere und kann diese somit direkt vergleichen).

Was über den Rest zu sagen wäre – gemeint ist die Zeit vom 1. Oktober bis jetzt – so ist dies im Prinzip schnell erzählt: Da wäre zunächst mal das erste Oktoberwochenende, an dem wir gleich mehrere Geburtstagseinladungen abgrasten, die allesamt sehr schön waren (informativ, gell? Jaaa, Bloglesen ist das Größte!).

Abends am Sonntag bekamen wir dann noch Besuch aus USA – in Zusammenhang mit unserem spinnerten Hobby – mit dem wir dann einen sehr lustigen (bisweilen etwas lauten) Abend in der Zitadellenschänke verbrachten.

Am Folgetag verschwand ich sofort zwei Tage nach Westdeutschland auf einen Filmdreh, um am folgenden Wochenende Juttas Schwester Antje beim Umzug zu helfen und mir dank Fallkraft eines fallengelassenen Möbelstücks die Wade zu zertrümmern, mir zwei Finger an zwei selbst doof abgestellten Möbeln zu klemmen und mir zuletzt – glücklich zu Hause – noch den Schädel am Sicherungskasten anzuschlagen.

Am selben Abend hatten wir dann noch Gäste im Haus – mir ging es blendend!

Letzten Montag dann der zweite Termin bei der Frauenärztin mit dem Super-Ultraschallgerät, das es aber auch nicht fertigbrachte durch die aufs Gesicht gepressten Hände des Babies durch zu fotografieren (sollte mein Kind später mal prominent werden, wünsche ich schon jetzt allen Paparazzi viel Glück!).

Auch bei dieser Untersuchung – welche die „sichere“ Erkenntnis brachte, es handele sich um ein Mädchen – war alles Bestens , kein Grund zur Sorge (wobei natürlich eine Restsorge immer bleibt, denn nicht alle Erkrankungen lassen sich im Mutterleib erkennen – nur: was hat es für einen Sinn, sich verrückt zu machen?).

Am Dienstag war Jutta beim Frisör (ein weiterer Mega-Newsartikel!). Jetzt haben wir Freitag. Und ich mach Schluss für heute :)

Bis denne!

Abgefasst im Oktober 2009 (wann auch sonst, duh)

Der Start in den September bestand erstmal in einem Reisewochenende Richtung West und Süd: Am 4. September hatte Pegasus – der deutsche Verleger von SHADOWRUN – die freien Mitarbeiter zu Treffen, Verlagsführung und Arbeitsessen geladen, und da waren Jutta und ich mit dabei.

Im Gegensatz zu vollmundigen Behauptungen, die Fotos des Pegasus-Termins (wie auch der folgenden Restreise) schnell ins Blog zu stellen, bin ich dazu bis „heute“ – 16. Oktober 2009 – nicht gekommen, daher sei hier zunächst mal der Artikel von Sirdoom verlinkt.

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In den heiligen Hallen von Pegasus

Jutta in den Tiefen des Pegasus Lager-Labyrinths. Mit einem (glaub ich) Plüschvirus in der Hand.

Eines der geilsten Spiele aller Zeiten – und definitiv meine nächste "Wunschaufwandsentschädigung" für Shadowrun Messe Artwork :)

Im Anschluss an das Pegasus-Treffen zottelten wir weiter Richtung Saarland – meine alte Heimat – um ein befreundetes Paar von Frischvermählten zu besuchen. Diese hatten die Unverschämtheit besessen, ihren Hochzeitstermin auf die Zeit unserer Flitterwochen zu legen, weshalb wir selbst an deren Hochzeitsfeier in der Riegelsberghalle – etwa 300 Meter vom Haus meiner Kindheitstage entfernt – nicht teilnehmen konnten.

Dies holten wir nun quasi nach, indem wir mit beiden eine gemütliche Besichtigungstour durch das Saarland machten – Juttas erster Aufenthalt in jenem Eck überhaupt!

Stationen waren – wie sollte es anders sein – vor allem die Saarschleife, Villeroy & Boch, Saarlouis (wo ich selbst nie zuvor war!) und natürlich Saarbrücken selbst mit seinem wunderschönen Sankt Johanner Markt und dem nach wie vor unverändert exzellenten Stiefelbräu.

Jutta an einer der zwei Attraktionen des Saarlands (die andere ist das Stiefelbräu *geifer*)

Auf Münzelt in Riegelsberg. Besser konnte man es als Kind nicht haben. Jedenfalls 1971–1984 nicht, als das Feld oben noch unbebaut und das Grundstück noch wild und endlos lang war.

Latenter Größenwahn auch außerhalb Riegelsbergs: Wo früher ein fahrender Händler an der Saarschleife Nippes und bestimmt auch Flötenlollis verkaufte, protzt jetzt eine Veranstaltungshalle.

Größenwahnsinn at its best: Der Russenweg in Riegelsberg, samt neu eröffneter Saarbahnhaltestelle. Rechts außerhalb des Bildes: Die Brücke über den Mäusbach – wird bestimmt morgen in "Mouse River Memorial Bridge" umbenannt. Und mit einer Fähre erschlossen.

Im Anschluss an die tolle Tour stellte ich mich dem Unvermeidbaren: Meiner Fastenkur. Wozu zu sagen ist, dass ich an sich wirklich gerne faste. Zu meinem Glück fällt Fasten mir leicht, ich habe keine Beschwerden, kein Hungergefühl, werde nicht launisch, habe keine Kopfschmerzen und nehme zudem ab wie Sau – dieses Mal 12 Kilo in drei Wochen (ich bin aktuell – 16. Oktober – noch in der Aufbauzeit begriffen (meine 1.000 Kalorien Woche endet am Sonntag, dann kommt noch eine 1.200 Kalorien Woche und ich bin wieder auf „normaler“ Ernährung).

Im September ließ mich Jutta nochmals ein Wochenende allein zu Haus, um Freunde zu besuchen – quasi ihr letzter Urlaub vor dem großen Ereignis, zu dem es im September im übrigen kaum Neues zu berichten gibt, sieht man von dem Umstand ab dass bei einem Frauenarztbesuch von Jutta nebst Mutter erstmals der Verdacht geäußert wurde, es könne sich – vielleicht – um ein Mädchen handeln.

Und um das Thema so radikal zu ändern wie geht: Im September entdeckte ich eine alte Rollenspiel-Liebe wieder, indem ich wieder mit TRAVELLER (in neuer Edition erschienen) anfing. So. Nun wisst ihr’s.

August-Rückblick

Abgefasst im Oktober 2009

Zunächst das Babyrelevante: Im August hatten wir einen ersten Infotermin im Virchow, zwecks Begutachten des dortigen Kreißsaals und Kennenlernen von Arzt und Attitude des Ganzen. Festgelegt darauf, im Krankenhaus zu entbinden, waren wir noch nicht absolut, aber „ziemlich“.

Auch was die Hebammenfrage angeht waren wir noch recht offen – Beleghebamme, normale Hebamme, wie intensiv die Betreuung – man hat Dinge zu entscheiden über die man noch nie nachgedacht hat (warum auch?). Juttas charmante Frauenärztin war nicht gerade eine Beratungshilfe in Sachen Hebammen. Das Netteste was sie zu sagen hatte war sinngemäß, dass auch eine Hebamme eine Geburt nicht verhindern kan

Hach ja, die liebliche Beziehung zwischen Ärzten und Hebammen – von der haben wir inzwischen einiges selbst beobachten können (auch umgekehrt).

Davon abgesehen war im August ein erster Frauenarzt-Termin, der so schnell vorbei war, dass ich es nichtmal schaffte von der Arbeit aus aufzubrechen (Blutentnahme, Horchen, Raus).

An der Freunde-Front gab es ein paar Ruckler, dafür aber – nach Jahren des Mit- und Nebeneinanderherspielens – auch plötzlich intensiveren Kontakt einem langjährigen Freund und Mitspieler, was mich ganz besonders freute.

Außerdem fungierten Jutta und ich im August für eine Woche als Hausaufpasser in Kladow, was wir dank des endlich sommerlichen Wetters auch tüchtig genossen – Grillen und auf der Terrasse D&D zocken inklusive!

Nicht zuletzt bescherte mir der August ein unerwartetes Strohwitwer-Wochenende, während Jutta (die Irre) durch halb Deutschland zu einem Spieltreffen fuhr. Keine Ahnung, was ich an dem WE gemacht habe – ich denke, PS3 spielen fasst es ganz gut zusammen.

Na, und was die holde Kunst angeht, war im August alles auf die Erscheinung des Shadowrun Jubiläumsregelwerkes gerichtet, für die es einige großformatige Hintergrundbilder zu machen galt – Datenmonster, die meinen in die Jahre gekommenen Rechner deutlich in die Knie zwangen. Schätze, da muss bald ein Neuer her …

Juli-Rückblick

Abgefasst im Oktober 2009

Auch im Juli war die Neuigkeit, Eltern zu werden, natürlich Hauptthema. Und wenn ich mal einen Tipp abgeben darf: So wird das wohl auch etwa bis 2029 bleiben.

Das wesentlichste Highlight im Juli war natürlich die Nackendichtemessung, wegen der wir zu einer anderen Ärztin nahe des Kottbusser Tores mussten. Das deshalb, weil diese ein hochauflösendes Ultraschall hat, bei dem man – wenn das liebe Kind nicht entweder sein Hinterteil zur Kamera dreht oder beide Hände vor das Gesicht hält (danke, Schatz!) – auch wunderbare 3D Bilder machen kann. Unser Kleines zog vor, von ersterer Technik Gebrauch zu machen, und nachdem die Ärztin es zu ärgern versucht hatte (damit es sich drehen würde) legte es sich erstmal schlafen, wodurch Jutta und ich dann erstmal 20 Minuten im Umfeld herumspazieren durften.

Diese Pause brachte zwar auch keine Gelegenheit, das Gesicht zu knipsen, dafür aber konnte die eigentliche Untersuchung durchgeführt werden, die – so wie alle weiteren – ohne Anlass zu Sorge verlief. Gott sei Dank.

Auch sahen wir – zu meiner Überraschung sehr deutlich – das Kleine im Leib zappeln und wild Herumkicken – eine Technik, die es bis Oktober soweit verfeinern würde, dass es zielgenau aus jedem Winkel die Blase der Mutter treffen kann.

Was sonst im Juli war? Nun ja, Jutta musste aufgrund der Schwangerschaft ihre Ernährung umstellen – ich selbst ebenso, denn ich hatte mir zu Hochzeit und Flitterwochen ein nettes Ränzlein angefuttert, das es loszuwerden galt. Flankiert von einer deutlich hungrigeren und Leckereien zugeneigten Partnerin (Marzipankartoffeln mit Senf! Es ist wahr, was man über Schwangere sagt!) wurde es damit freilich nichts – Erleichterung (im wahrsten Sinne) sollte erst eine selbstauferlegte Fastenkur im September/Oktober bringen.

Ansonsten hatten wir im Juli Verschiedenes vor, wovon wir schlussendlich aber nichts umsetzten. Weder gingen wir zur Piratennacht noch zu diversen Geburtstagen – gerade einmal bekamen wir unsere neue Tradition der „Friend’s Night“ hin, zockten Wushu und diverse Brettspiele und – wenn ich nicht irre – verhalfen dem Trauzeugen zum Erbe einiger Schränke und einer Couch.

Daneben werkelte ich fleißig weiter an meinen Bilderchen, in diesem Monat vor allem am Coverbild des ehrgeizigen CONTACT – CODE: OMEGA Rollenspiels von OPEN KORE.

Juni-Rückblick

Abgefasst im Oktober 2009

Am 8. Juni kamen wir zurück von unseren Flitterwochen auf Kreta. Und hatten natürlich in Bezug auf unser geisteskrankes Hobby einiges aufzuarbeiten. Wichtiger aber war, dass Jutta nach dem negativen kretischen Schwangerschaftstest dringend Klarheit haben wollte, ob ihre Intuition nun spinnt oder nicht – und oh Wunder! – sie erwies sich als richtig.

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Das erste Zeichen!

Dieses Mal waren auch keine Zusatztest nötig (gemacht wurden sie trotzdem): das Röhrchen konnte sich kaum schnell genug verfärben. Irrtum gänzlich ausgeschlossen. Und mit dieser Nachricht zum Frühstück überraschte mich die Holde dann auch, bis über alle vier Backen grinsend.

Ein Besuch beim Frauenarzt brachte weitere Klarheit – und einen Termin: 8. Februar (der allerdings später zunächst auf den 5. Februar und dann auf „eher Ende Januar, Anfang Februar“ korrigiert wurde. Natürlich rechneten wir eifrig nach, und haben uns dazu verschworen fortan die Zeugung in der Hochzeitsnacht als die einzig legitimierte Wahrheit anzuerkennen (sofern ich dran denke, wird dieser Blogeintrag später geändert, um den Makel unseres Zweifels endgültig aus den Geschichtsbüchern zu tilgen *muaharharhar*).

Die Neuigkeit, Eltern zu werden, hielt uns entsprechend zunächst mal beschäftigt. Sofort wurden Bücher angeschafft – einige hatten wir ja bereits – und Informationen eingezogen, und natürlich auch die Verwandtschaft informiert.

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Die zukünftige Mama!

Von vorneherein war uns klar, dass uns das Geschlecht des Kindes egal sein würde (in dem Sinn, dass wir uns über ein Mädchen ebenso wie über einen Jungen freuen würden). Sofort wurden natürlich auch Namen durch die Gegend geworfen und vielerlei verfrühten Unsinn mehr, den man eben so tut, wenn die Natur einem das Fax zuschickt dass man nun entgegen aller Erwartung am Ende doch noch erwachsen zu werden hat.

Einig waren wir uns zudem, dass – falls es ein Junge sein würde – dieser „Alexander“ heißen würde. Erstens, weil es ein schöner NName ist, zweitens, weil ich selbst eigentlich so hätte heißen sollen, und drittens weil wir damit einem guten Dutzend unserer Freunde sagen könnten, wir hätten das Kind nach ihnen benannt. Hauptsächlich aber wegen Erstens.

Beim Mädchennamen waren wir uns weit uneiniger, und die Namenssuche hier dauerte erheblich länger. Mein „Favorit“, der wunderschöne Name „Rabea“ (mein Rabentöchterchen), wurde leider von Jutta (und JEDEM anderen, den wir fragten) abgelehnt. Die erste Namensauswahl auf Juttas Seite – allesamt nach Walküren klingende nordische Namen – kamen für mich nicht in Frage, und einige der in die engere Wahl kommenden Namen mussten wieder aufgegeben werden, weil sie zusammen mit dem Nachnamen einfach zu affektiert oder deplatziert klangen.

Überhaupt, Namen – dazu gibt es ganze Schulen, was gut und was schlecht, was günstig und was ungünstig sein soll. Einig ist man sich eigentlich nur, dass Kinder tendenziell wenig gegen „Namen wie andere auch haben“ einzuwenden haben, bieten diese doch einen gewissen Schutz und Sicherheit gegen Ausgrenzung. Tja, harte Zeiten für Lou Sulola (am 9. Oktober 2009 geborenes Kind von Heidi Klum) und deren Brüder Henry Günther Ademula Dashtu Samuel und Johan Riley Fyodor Taiwo Samuel, vom Los des armen Sage Moonblood (Sohn von Sylvester Stallone), der bemitleidenswerten Fifi Trixibelle (Tochter von Bob Geldof) oder dem ebenso zu bedauernden Moxie Crime Fighter (Sohn vom Magier Penn Jilette) ganz zu schweigen.

Was auch immer schlussendlich der Name sein wird, im Vergleich zu den Vorgenannten wird das Töchterchen exzellent abschneiden (dass es eine Tochter werden würde stand im Juni freilich noch nicht fest, und selbst aus Oktobersicht ist natürlich ein minimales „Risiko“ eines Irrtums nicht auszuschließen).

Im Vergleich zu diesen Neuigkeiten war der Rest des Juni natürlich geradezu ereignislos. Ich hatte nach den Flitterwochen noch eine Woche Resturlaub und eine unangenehme, aber harmlose Hautarzt-OP zu überstehen – eine jener Art, mit der man als Dalmatinermäßig geleberfleckter Mann vorsorglich zu rechnen und die man hinzunehmen hat.

Auch kümmerten wir uns im Nachgang der Hochzeit natürlich noch um diversen Amtkram, nicht zuletzt Dinge wie Krankenkasse oder Diskussionen, wie wir eigentlich in der Kontofrage verbleiben wollten: Gemeinsam, getrennt, unterschieden nach verschiedenen Konten für Haushalt, Urlaub, Geschenken … so Zeuch halt.

Tjöh, und das war’s auch mit dem Juni.

Ach ja, Mönsch, P.S.: Mit der Rückkehr nach Berlin hatte ich natürlich auch Einiges im Job zu tun, sowohl im eigentlichen Job als auch bei meiner Freizeitillustriererei, deren Schwerpunkt im Juni das „Monsterhandbuch“ von SSDC’s „Battlelords of the Twenty-Third Century“ war.

Motiv für Uncle Ernis Minions of Doom für das Battlelords Spiel von SSDC

Motiv für "Uncle Erni's Minions of Doom" für das Battlelords Spiel von SSDC

Geschafft!

Live am 26. Juni 2009

Das Video oben wurde heute im Büro herumgeschickt. Süß. Aber nicht der Grund für diesen Post. Denn: Seit gestern Abend sind die Bilder unserer Flitterwochen oben. Beziehungsweise rechts im Fotobalken. Waren auch nur 232 Stück, die verkleinert, in der Schärfe, dem Kontrast und der Farbe nachreguliert, zum Teil gedreht und, naja, eben hochgeladen werden mussten.

Nun aber, wo das geschafft ist, geht die echte Arbeit erst los: Nämlich das Erstellen des Rückblicks auf Hochzeit und Flitterwochen.

Man vergisst ja so schnell – als Jutta und ich versuchten, am letzten Tag der Flitterwochen nochmal zusammenzubringen, was wir wann gemacht hatten, kam bereits nur noch eine reichlich löchrige Liste zustande.

Jetzt stehe ich also davor, was schon der Grund dafür war dass ich mit dem Schreiben von Tagebüchern aufgehört habe: Erst vergisst man einen Tag einzutragen, dann 2, dann sechs, dann sind es auf einmal 486 und man hat erstens keine Erinnerung mehr und zweitens keine Lust, sich stundenlang hinzusetzen und alles nachzutragen.

Aber jetzt sind wir im Blogzeitalter, da wird alles ganz anders. Jetzt können wir sogar auf elektronischem Wege vergessen zu schreiben und keine Lust mehr haben, etwas nachzutragen. Zudem ich eh kein nachtragender Mensch bin.

Tä-tää, tä-tää, tä-täääää.

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LIVE wieder daheim am 16. Juni

Je weniger sich hier im Blog tut, desto mehr tut sich hinter den Kulissen.

Natürlich sind wir – heute 24 Tage verheiratet – wie geplant am 8. Juni (schweren Herzens) von den Flitterwochen auf Kreta zurückgekehrt und haben seither einiges zu tun gehabt. Nachdem nun neue Ausweise und Reisepässe auf den Weg gebracht, neue Steuerklassen beantragt, die Kretawäsche gewaschen, die in Berlin befindliche Verwandtschaft besucht und das Scouting nach einer gemeinsamen Kontolösung begonnen hat ist nun auch die Durchsicht und Bearbeitung der Fotos und Videos im vollen Gang.

Schon ohne die Einwegkameras, die bei der Hochzeit auf allen Tischen lagen, sitzen wir nun auf einem Schatz von runden vier Gigabyte Fotos – etwa 700 Stück – die von mir gerade in Nachtarbeit selektiert, zum Teil rotiert, erheblich verkleinert und wo nötig in Schärfe und Farbe korrigiert (oder verfremdet) werden.

Gestern Nacht gingen die ersten 100 Megabyte Ausbeute bei flickr online und sind nun hier im Hochzeitsalbum zu finden (bzw. in der Bildleiste rechts). Darüber hinaus gibt es auf flickr eine Sammlung von 20 Hochzeitsfotos im XL-Format, deren Größe ausreicht um sich diese in einem Fotostudio auch „in groß“ zu bestellen (mindestens unsere Eltern werden von uns natürlich mit Hochzeitsfotos ausgestattet, sobald wir den dafür gangbarsten Weg gefunden haben).

Wenn sich dann zu den bereits hochgeladenen Fotos die Bilder der Flitterwochen gesellt haben, beginnt hier im Blog die „Vergangenheitsbewältigung“. Sprich: Die Beschreibung der Hochzeit und die „Reportage“ der Flitterwochen.

Da die Welt bei all unserer Liebe jedoch leider nicht stillsteht, sondern sich munter um uns weiterdreht werden wohl noch Tage bis Wochen vergehen, bis alles „oben“ ist. Habt also noch ein klein wenig Geduld.

Und bis dahin: Viel Spaß beim Durchblättern der weiter wachsenden Fotosammlung.

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Berlin. Und nun?

Das also waren unsere Flitterwochen. Wie an anderer Stelle schon getippert, erfolgten alle Einträge „rückdatiert“, denn „heute“, da ich dies schreibe, ist der 16. Oktober 2009.

Was zu tun bleibt, ist die Vielzahl der Ereignisse zu schreiben, die sich SEITDEM ereignet haben. Denn natürlich gab es im Rabennestchen seither durchaus einiges Berichtenswertes.

Was ich daher tun werde, ist das Wichtigste in Auszügen zusammenzufassen – ebenfalls noch rückdatiert, auf den jeweiligen Tag, an dem es sich zugetragen hat, bzw. datiert auf den letzten Tag des Monats, in dem es sich ereignete (denn ich werde wohl am Ehesten Monatszusammenfassungen tippern).

Mit etwas Glück und Spucke schaffe ich es noch bis zu meinem Geburtstag, im „hier“ anzukommen. Und dann endlich den Blog in „Echtzeit“ weiterführen zu können.

Wish me luck …

Wir sehen uns im Oktober 2009!

Wir sehen uns im Oktober 2009!

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